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Kaltgepresstes Hundefutter - was du wissen musst

Hundefutter gibt es in vielen verschiedenen Formen. Ob Trockenfutter oder Nassfutter aus der Dose. Immer neu Futtersorten lassen nicht wenige Hundefreunde zweifeln was nun das beste für den eigenen Hund ist. Diese Entscheidung kann dir am Ende niemand nehmen. Doch damit du eine Grundlage für diese Entscheidung hast, erklären wir dir an dieser Stelle, was Kaltgepresstes Hundefutter ist.

Wie wird Kaltgepresstes Hundefutter hergestellt und wie unterscheidet es sich von normalem Trockenfutter? Welche Vor- oder Nachteile bringt es mit sich? Hier erfährst du es!


Was ist kaltgepresstes Hundefutter?


Um den Unterschied zwischen kaltgepresstem und normalem Hundefutter deutlich zu machen, müssen wir zunächst die unterschiedlichen Herstellungsmethoden betrachten. Normales Hundefutter wird extrudiertes Hundefutter genannt.


Nachdem alle Zutaten zerkleinert wurden, werden sie zu einer teigartigen Masse verarbeitet. Unter Druck und bis zu 120 Grad wird diese dann durch Düsen gedrückt – die bekannten Pellets entstehen.


Genau an diesem Punkt unterscheiden sich die Herstellungsverfahren in der verwendeten Hitze, denn kaltgepresstes Hundefutter kommt ohne die Hitze aus. Daher die Bezeichnung „kaltgepresst“.


Dabei ist der Begriff etwas irreführend, denn auch kaltgepresstes Hundefutter wird nicht kalt verarbeitet. Auch dieses Futter wird auf bis zu 90 Grad erhitzt.





Vor- & Nachteile von kaltgepresstem Hundefutter


Die Hersteller versprechen, durch die schonende und hitzearme Herstellung werden mehr Nährstoffe und Vitamine im Futter erhalten - das Hundefutter sei somit gesünder. Doch leider ist der Begriff einer, der gerne für Marketingzwecke genutzt wird und bei Weitem nicht jedes Hundefutter mit der Bezeichnung "kaltgepresst", ist auch von guter Qualität.


Tipp: Kaltgepresstes Hundefutter hoher Qualität löst sich in Wasser recht schnell auf. Tut es das nicht, spricht das nicht für die Verarbeitungsqualität.


Tatsächlich ist kaltgepresstes Hundefutter reicher an Nährstoffen, Vitaminen und offensichtlich schmeckt es auch vielen Hunden besser.

Ein zusätzliches Aufsprühen oder "Coating" mit Vitaminen ist hier nicht notwendig.


Da sich kaltgepresstes Hundefutter im Magen des Hundes schneller zersetzt, ist es leichter zu verdauen. Viele Hunde mit empfindlichem Magen vertragen kaltgepresstes Hundefutter daher besser.


Doch dieser Vorteil bringt uns direkt zum Nachteil. Denn da das Futter in der Herstellung nicht so hoch erhitzt wird, werden einige Bestandteile nicht so gut aufgeschlossen wie bei extrudiertem Hundefutter.


Das gilt besonders für Getreidesorten, die unverarbeitet von Hunden meist nicht sehr gut Verwertete werden können. Dies macht sich besonders im Darm des Hundes bemerkbar. kaltgepresstes Hundefutter kann für Hunde mit Darmbeschwerden also auch ein Nachteil sein.


Für alle Hunde geeignet?


Auch wenn kaltgepresstes Hundefutter für viele Vierbeiner genau das Richtige zu sein scheint, ist es lange nicht für jeden Hund geeignet. Hunde mit Darmbeschwerden oder Futtermittelallergie können Schwierigkeiten mit kaltgepresstem Hundefutter haben.


Es wird außerdem nicht für tragende Hündinnen, Welpen oder alte Hunde empfohlen. Für dies Gruppen bietet sich extrudiertes Hundefutter besser an.


Risiko für Magendrehung reduzieren?


Es kursiert die Ansicht, das kaltgepresstes Hundefutter die Gefahr einer potenziell tödlichen Magendrehung beim Hund reduziert, da es sich im Magen schneller auflöst als herkömmliches Hundefutter.


Was im ersten Moment schlüssig klingt, ist leider noch nicht wissenschaftlich belegt. Es gibt sogar Stimmen, die einen gegenteiligen Effekt vermuten. Denn wenn die Muskulatur im Magen nicht mehr wie gewohnt beansprucht wird, verkümmern diese. Die Gefahr einer Magendrehung könnte dadurch wieder steigen.


In diesem Punkt wissen wir nur, dass wir nicht genug wissen. Es kann jedenfalls nicht davon ausgegangen werden, dass das Risiko für eine Magendrehung mit kaltgepresstem Hundefutter sinkt. Daher sollten die bekannten Pausen vor und nach den Mahlzeiten wie gewohnt eingehalten werden.


Umstellung auf kaltgepresstes Hundefutter


Vorausgesetzt, dein Vierbeiner leidet nicht an Magen- oder Darmbeschwerden sollte eine Umstellung keinerlei Probleme bereiten. Um sicherzugehen, sollte die Umstellung jedoch nicht von heute auf morgen passieren. Ein fließender Übergang macht es deinem Hund deutlich leichter, mit der Umstellung klar zu kommen.


Am besten mischst du zu Beginn die beiden Futtersorten und reduzierst den Teil, auf den du in Zukunft verzichten willst nach und nach.


Fazit


Kaltgepresstes Hundefutter ist also nicht immer die bessere Wahl für deinen Vierbeiner. Die Ansprüche, unsere Hunde sind so individuell wie die Vierbeiner selbst und so muss immer individuell entschieden werden, welche Futtersorte im eigenen Fall die beste Wahl ist. Doch nun kennst du den Unterschied zwischen extrudiertem und kaltgepresstem Hundefutter – die beste Voraussetzung, selbst entscheiden zu können. Beobachte deinen Hund gut und achte darauf, was im guttut, oder eben nicht. Nur dann kannst du die richtige Wahl treffen. Und denke daran: Wenn du dir unsicher bist, ist es vollkommen in Ordnung, einen Tierarzt oder Ernährungsberater für Hunde um Rat zu fragen.


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Beitrag von unserem Contentpartner welpenblicke.de

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