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Tiergestützte Therapie: Der positive Einfluss von Hunden auf depressive Erkrankungen

Depressionen gelten als schwere psychiatrische Erkrankung und sind Teil unseres Lebens geworden. Lange Zeit war diese Krankheit ein Tabuthema, über das viel zu wenig gesprochen und aufgeklärt wurde. Das liegt auch daran, dass diese Krankheit vermutlich noch lange nicht vollkommen verstanden ist.


Die Betroffenen leiden enorm unter ihrer Krankheit und besonders in Zeiten von Weltuntergangsstimmung durch Corona, Kriege und wirtschaftlichen Unsicherheiten sind betroffene Menschen durch ihre Depression noch stärker belastet.

Und wie könnte es anders sein, als dass ausgerechnet unsere geliebten Hunde eines der besten Mittel sein können, um depressiven Menschen zu helfen. Was es zu beachten gibt und welche Hunderassen sich guteigenen, verraten wir dir in diesem Beitrag.


Was ist eine Depression genau?

Jeder Mensch kennt Situationen in seinem Leben, in denen große Enttäuschungen einen selbst deprimieren. Das können berufliche Niederlagen oder eine Trennung von PartnerIn sein. Gefühle der Niedergeschlagenheit, der absoluten Antriebslosigkeit und der Leere sind Zustände, die depressive Menschen beschreiben.


Der große Unterschied und vermutlich auch der Grund für jahrzehntelange Missverständnisse zwischen Betroffenen und Angehörigen ist, dass die Depression eine eigenständige und behandelbare Krankheit ist.


Im Gegensatz zu jemandem, der von den Lebensumständen kurzfristig gefrustet ist und nach einigen Tagen wieder neuen Mut schöpfen kann, kommen depressive Menschen nicht so schnell und einfach aus diesem “Loch der Verstimmung” heraus.


Sie befinden sich in einer Art Teufelskreis, indem jeder negative Gedanke verstärkt wird und wie ein Damoklesschwert über allem thront und die Betroffenen zu erdrücken droht.

Da der Begriff der Depression umgangssprachlich gern falsch verwendet wird und trotz vieler Aufklärungsversuche der letzten Jahre wenig als Krankheit wahrgenommen wird, werden Betroffene oft nicht ernst genommen.


Nicht aus bösem Willen, sondern aus Unwissenheit. Gesunde Menschen gehen davon aus, dass die schlechte Stimmung schon irgendwann verfliegt – sie schließen von sich auf andere.


Das Tragische daran ist, dass viele Betroffene selbst ihre Depression nicht als behandlungsbedürftige Krankheit erkennen und lediglich als normale Stimmungsschwankung abtun.



Diagnose Depression

Die Krankheit wird in leicht-, mittel- und schwergradige Depressionen unterteilt. Es gibt unterschiedliche Symptome und Ausprägungen dieser Krankheit.


"Liegen über zwei Wochen oder länger mindestens fünf Symptome, darunter mindestens ein Hauptsymptom vor, wird die Diagnose Depression gestellt." - Deutsche Depressionsliga


Auch Angehörige haben es nicht leicht, denn sie fühlen sich oft hilflos und entwickeln eigene Schuldgefühle. Gleichzeitig können gerade die engsten Angehörigen die größte Stütze für erkrankte Menschen sein. Es ist wichtig, über die eigenen Gefühle und Belastungen zu sprechen und sich (professionelle) Hilfe zu suchen.


Konventionelle Therapieformen

Dabei ist eine Depression keinesfalls eine unbehandelbare Krankheit. Es ist sicherlich oft ein langer und harter Weg, den depressive Menschen durchlaufen müssen, doch es ist wichtig zu wissen, dass es einen Ausweg aus dieser Krankheit gibt.

Behandlungsmethoden bestehen meist aus einer medikamentösen Therapie in Kombination mit einer Gesprächstherapie (Verhaltenstherapie, analytische Therapie, Tiefenpsychologische Therapie). Ergänzend gibt es noch viele andere Angebote, wie z. B. Lichttherapie, Wachtherapie, EKT – Elektrokrampftherapie uvm.


Hunde gegen Depressionen

Auch wenn Hunde (noch) nicht auf der Liste der Therapieformen zu finden sind, sind nicht nur wir von der heilsamen Wirkung von Hunden auf uns Menschen überzeugt. Das geht vermutlich allen Hundefreunden so.


Tatsächlich belegen mehrerer Studien den Erfolg und so werden unsere geliebten Vierbeiner immer häufiger zu Therapien bei depressiven Menschen hinzugezogen. Sie sollten jedoch als Ergänzung zur Behandlung gesehen werden. Keinesfalls kann ein Hund die Krankheiten alleine heilen.


Doch sicher ist, dass ein treuer vierbeiniger Lebensgefährte neuen Antrieb und Lebensfreude geben kann. Denn Menschen reagieren durchweg positiv auf die Nähe zu einem Hund.


Natürlich gibt es auch Menschen, die Angst vor Hunden haben, doch bei den meisten Menschen wird durch die Nähe zum Vierbeiner das Glückshormon Oxytocin freigesetzt, während gleichzeitig Kortisol, das Stresshormon abgebaut wird. Damit nicht genug: Hunde haben noch einige andere Vorteile, die sie mit sich bringen.

So sind Hunde in der Regel gute Zuhörer, sie verurteilen nicht und schenken ihren Menschen bedingungslose Liebe.


Wer für einen Hund verantwortlich ist, fühlt sich in der Regel auch zu einem gewissen Tagesrhythmus verpflichtet – schließlich muss die Fellnase auch raus. Ein positiver Nebeneffekt, bei dem Sozialkompetenzen und Selbstvertrauen gestärkt werden können.

Denn Hunde führen fast automatisch zu neuen Kontakten und regen so die Kommunikation zwischen Menschen an. Zudem geben Hunde oft einen gewissen Halt, nehmen die Angst und motivieren uns.


Diese Eigenschaften machen Hunde in der Therapie sehr wertvoll. Sie werden nicht nur bei depressiven Menschen eingesetzt, sondern beispielsweise auch bei demenz- und krebserkrankten Menschen.

Patienten, die eine entsprechende Krankheit haben, können die Kostenübernahme für eine tiergestützte Therapie bei Krankenkasse beantragen – in der Regel werden diese vollständig übernommen.


Das gilt jedoch nicht für das eigene Haustier. In Deutschland haben nur Menschen mit Sehbehinderung Anspruch auf einen sogenannten Assistenzhund.

Da die Nachfrage immer größer wird, macht es für dich vielleicht sogar Sinn, selbst einen Therapiehund auszubilden.




Besonders geeignete Hunderassen

Bei all den verschiedenen Hunderassen und Mischlingen überrascht es nicht, dass es Hunde gibt, denen die Tätigkeit als Therapiehund besser liegt als anderen. Theoretisch sind zwar alle Hunde geeignet, doch es gibt sozusagen Spezialisten auf diesem Gebiet. Für Menschen mit Depression sind folgende Hunderassen besonders zu empfehlen:


  • Golden Retriever

  • Labrador

  • Australian Kelpie

  • Australian Shepherd

  • Pudel

  • Deutscher Schäferhund

  • Malteser


Bitte beachte: Auch bei der gründlichsten Recherche zu diesem Thema bleiben wir ein Onlineshop für Kauartikel.


Solltest du bei dir oder einem nahestehenden Menschen eine Depression vermuten, dann suche dir bitte Hilfe und das Gespräch. Die erste Adresse ist in der Regel der Hausarzt, der eine Überweisung in eine Fachklinik oder zur Psychotherapeutin ausstellt.

Ärzte vom “alten Schlag” können hier durchaus noch an alten, konventionellen Denkmustern festhalten. Wenn du dich nicht ernst genommen fühlst, solltest du nicht zögern und einen anderen Arzt aufzusuchen!


Online gibt es zahlreiche Angebote wie beispielsweise von der Deutschen Depressionshilfe. Dort gibt es auch ein Info-Telefon, wo du anonym anrufen- und über deine Sorgen sprechen kannst.


Trau dich, du bist nicht alleine!


Info-Telefon Deutsche Depressionshilfe: 0800 33 44 533


Fazit

Hunde sind also für viel mehr gut, als “nur” ein geliebtes Familienmitglied zu sein. Nicht umsonst werden sie als des Menschen bester Freund bezeichnet. Sie geben uns etwas, das uns selbst die nächsten Mitmenschen nicht immer geben können. Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit ist es meisten nicht, sehr wohl aber ihre vollständige Liebe und Treue. Allein das ist schon unbezahlbar, doch wer an einer Depression leidet, kann mit dem richtigen Vierbeiner an seiner Seite noch viel mehr erhalten – nämlich sein Leben zurück!

Dennoch dürfen wir nicht den Fehler machen und dem geliebten Hund die gesamte Bürde auftragen. Sie können ein wichtiger Baustein zur Genesung sein, doch eben nur ein Teil einer vollumfänglichen Behandlung.

Das aller wichtigste ist jedoch, dass du deinen Hund für seine treuen Dienste immer mit leckeren und gesunden Kausnacks belohnst. Denn so ehrlich müssen wir sein - ohne die passende Bestechung lässt dich auch dein Hund mal links liegen.

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