Hundefutter - was gibt es für Futterarten?

Aktualisiert: 26. Okt.

Hundefutter-Sorten gibt es wie Sand am Mehr. Die Hersteller scheinen sich mit immer neuen Geschmacksrichtungen und immer gesünderem Futter für unsere liebsten Vierbeiner gegenseitig überbieten zu wollen. Doch was gibt es für Arten von Hundefutter, welches ist wann und für welchen Hund geeignet? Wir haben uns einen Überblick verschafft und zeigen dir hier alles, was du über Hundefutter wissen musst!


Die Ernährung unserer Hunde ist einer der wichtigsten Aspekte der Hundegesundheit. Die Futterwahl kann für Allergien und schwerwiegende Krankheiten verantwortlich sein. Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang damit. Wie bei vielen Themen gibt es auch bei dem Hundefutter nicht nur eine Meinung. Viele verschiedene Ansichten und Überzeugungen verwirren zusätzlich.


Nicht nur Hundeneulinge sind oft überfordert bei der riesigen Auswahl an verschiedenen Hundefutter-Sorten. Auch viele Hundefreunde mit Erfahrung fragen sich immer wieder: Was ist das Beste für den eigenen Hund? Wie gesund ist gebackenes Trockenfutter oder ist kaltgepresstes vielleicht gesünder?


Die Hundefutter Grundlagen


Es ist schwierig generelle Regel aufzustellen, denn jeder Hund ist individuell. Gutes Hundefutter mit hohem Fleischanteil sollte mit verschiedenen Gemüse- oder Obstsorten ergänzt werden. Das ist für die Gesundheit deines Hundes von Vorteil, da es der natürlichen Art und Weise der Nahrungsaufnahme aller Hundeartigen Canidae (beispielsweise Wölfe, Füchse, Kojoten, Wildhunde) am nächsten kommt.


Diese Grundregel folgt dem natürliche Fressverhalten des Wolfes. Die in der Natur erlegten Beutetiere hatten vorgekaute und -verdaute Pflanzen- sowie Gemüsereste in ihren Mägen, welche dadurch einen Teil der Ernährung bildeten.


Bei der Auswahl der passenden Ernährung für deinen Hund spielen jedoch auch andere Faktoren eine wichtige Rolle. So sollte man bei der Futterwahl auch in Betracht ziehen, um welche Hunderasse es sich handelt. Auch Größe, Lebensphase, mögliche Erkrankungen oder Allergien können einen Rolle spielen.







Welche Hundefutter-Sorten gibt es?


Neben dem bekannten Trocken- und Nassfutter, gibt es noch andere Kategorien:


  • Trockenfutter

  • Nassfutter

  • Getreidefreies Hundefutter

  • BARF-Hundefutter

  • Hypoallergenes Hundefutter

  • Frostfutter

  • Kauartikel

  • Welpenfutter

  • Seniorenfutter


Trockenfutter


Das erste Fertigfuttermittel für Hunde war gebackenes Trockenfutter. Schon seit 150 Jahren werden dabei die Zutaten gemahlen und als Teig bei mindestens 120 Grad gebacken, wodurch meist viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine verloren gehen. Durch das Backen wird es leicht verdaulich. Trockenfutter ist wie der Name bereits verrät eine Futtersorte, die mit wenig bis gar keiner Flüssigkeit auskommt.


Nassfutter


Nassfutter für Hunde ist weit verbreitet und meist in Dosen erhältlich. Der Vorteil ist die hohe Menge an Flüssigkeit, die der Hund mit dem Futter zu sich nimmt. Es taugt in guter Qualität als Alleinfuttermittel. Es ist leichter zu verdauen und zu kauen und manche Hunde mögen es lieber. Im Vergleich zu Trockenfutter ist es meist etwas teurer, weil es nicht so effektiv ist. Zudem ist es in den Dosen deutlich unhandlicher und schwerer. Zudem entsteht eine Menge Aluminium Müll, wenn es auch immer mehr alternative Verpackungsmaterialien gibt. Viele Hundehalter entscheiden sich daher für eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter.


BARF als Hundefutter


Beim Servieren von BARF-Hundefutter verabreicht man Hundefutter mit hohem Fleischanteil, was auf der ursprünglichen, natürlichen Ernährungsweise eines Hundes beruht. Beim „Barfen“ fokussiert man daher vor allem auf rohe und frische Zutaten.

Obwohl rohes Fleisch beim Barfen im Mittelpunkt steht, ist es auch wichtig, die Ernährung durch Obst und Gemüse zu vervollständigen, damit der Hund alle benötigten Nährstoffe erhält.

Folglich sollte dieser Aspekt beim BARF’en (Biologisch Artgerechtes Rohes Füttern) nicht übersehen werden. Idealerweise sollten die Gemüse- und Obstzusätze dem Futter in pürierter oder gekochter Form beigefügt werden.


Hypoallergenes Hundefutter


Hypoallergenes Hundefutter ist Hundefutter, das für Hunde konzipiert ist, die an Allergien leiden. Es wird geschätzt, dass rund ein Viertel aller Hunde mit Allergien zu kämpfen haben.


Was Hypoallergenes Futter besonders auszeichnet ist seine einfache Beschaffenheit bezüglich bekannten, Allergenen Stoffen. Das heißt, dass bei Hypoallergenes Hundefutter sehr stark darauf geachtet wird, dass das Futter frei von den bekanntesten Allergenen ist.


Das Futter basiert oftmals auf nur einer Fleischsorte, was die Komplexität in der Zusammenstellung verringert und einen viel besseren Überblick über die Inhaltsstoffe ermöglicht.


Getreidefreies Hundefutter


Eine weitere Futtersorte, die bei Allergien beim Hund eine sinnvolle Alternative sein kann, ist getreidefreies Hundefutter. Wenn dein Hund an einer Unverträglichkeit leidet oder von einer Allergie geplagt wird, dann ist es unumgänglich, das Futter genauer unter die Lupe zu nehmen, das er jeden Tag zu sich nimmt. So kannst du mit der Zeit erörtern, ob dein Hund an einer Getreide- oder beispielsweise an einer Glutenallergie leidet und ob er lieber Hundefutter ohne Getreide zu sich nehmen sollte. Für manche Hunde ist die richtige Wahl daher ein getreidefreies Hundefutter mit hohem Fleischanteil.


Frostfutter


Unter Frostfutter versteht man rohes bzw. frisches Fleisch, das für die Fütterung tiefgefroren wurde. Oft findet sich auch der Begriff BARF (Biologisch, Artgerechtes Rohes Futter) oder BARF-Fütterung bei der Tierernährung im Alltag wieder.

Das Frostfutter besteht hauptsächlich aus Knochen und rohem Fleisch, dem zusätzlich unerhitzte und pürierte Gemüse- und Obstsorten beigemengt werden, die für eine ausreichende Vitaminzufuhr und Ballaststoffe sorgen.


Übrigens lassen sich nicht nur Hunde mit Frostfutter barfen, auch für Katzen kann man entsprechendes Futter kaufen, das eine artgerechte Fütterung der Vierbeiner möglich macht.


Kauartikel & Kauknochen


Eine tolle Ergänzung zum Hundefutter bieten Kauknochen und Kauartikel. Sie sind nicht nur gesund für Kaumuskulatur und Zähne, sondern schmecken jedem Vierbeiner.

Ganz nebenbei sind Kauartikel und Knochen auch in ihren Bestandteilen gesund. Die enthaltenen Mineralien, Spurenelemente, Kalzium und jede Menge Proteine machen die Abwechslung zum Hundefutter zu einer gesunden Alternative.


Hundefutter für Welpen


Um Welpen den perfekten Start ins Leben zu garantieren macht spezielles Hundefutter für Welpen absolut Sinn. Es versorgt den jungen Hund mit wichtigen Nährstoffen. Besonders bei großen Hunderassen kommt es in den ersten Lebensjahren auf die richtige Zusammensetzung des Hundefutters an, da falsche Ernährung unter Umständen gesundheitliche Folgen haben kann – gerade bei Welpen. Zudem ist Welpenfutter auch Mundgerecht und meist leichter zu verdauen.


Hundefutter für Senioren


Mit dem Alter werden auch Hunde ruhiger und müssen nicht mehr jedem Ball hinterherjagen. Auch der Stoffwechsel arbeitet nicht mehr mit voller Auslastung und so ist es wichtig für die Gesundheit des alternden Vierbeiners, dass das Hundefutter angepasst wird. Spezielles Seniorenfutter füllt den Futternapf wie normales Hundefutter, hat aber weniger Kalorien und eine geringere Energiebilanz. So nimmt er bei gleicher Menge nicht automatisch zu, kann sein Gewicht halten und bleibt hoffentlich gesund!


Fazit


Jeder Hund ist individuell und es ist deine Aufgabe, deinen Hund so gut kennenzulernen, dass du weißt, welches Futter ihm guttut, wogegen er allergisch ist und worauf er empfindlich reagiert. Bei der Wahl der richtigen Ernährung für deinen Vierbeiner musst du vor allem achtsam und geduldig sein. Je mehr du auf deinen Hund achtest und je mehr du dafür sorgst, dass er nur Futter zu sich nimmt, das er auch verträgt, desto besser wird ihm seine Ernährung schlussendlich auch bekommen.


Beitrag von unserem Contentpartner welpenblicke.de

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